
Erhitzt die Gemüter: Die Sanierung des Vellmarer Rathauses sowie der Neubau des Parkdecks. Die Bürgerinitiative will den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung in letzter Sekunde kippen. Fotos: Bräutigam
Vellmar. Die Bürgerinitiative zur Durchführung des Bürgerbegehrens zieht eine positive Zwischenbilanz. Zahlreiche Bürger haben bisher unterschrieben oder sogar selbst Unterschriften gesammelt, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.
„Dass ein dreißig Jahre altes Rathaus für über 12 Mio. Euro saniert und dann über 25 Jahre für jährlich 1 Mio. Euro zurückgemietet werden soll, ist für viele Bürger unverständlich“, so Mitinitiator Siegfried Kopperschmidt. Auch dass ausschließlich der potentielle Auftragnehmer den Sanierungsbedarf feststellt, widerspreche jeder sparsamen Haushaltsführung.
Ungeklärt sei weiterhin, in welchem Zustand das Rathaus nach Ablauf des erbbaurechtlichen Mietrechtsvertrages in die Hand der Stadt Vellmar zurückkehrt und welcher Sanierungsbedarf dann erneut besteht.
„Eine Sanierung soll mit Augenmaß erfolgen“, fordert die Bürgerinitiative. Die Initiatoren Siegfried Kopperschmidt, Hartmut Brondke und Tobias Jesswein sind zuversichtlich, dass sie genügend Unterschriften zusammenbekommen, um den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zu kippen. „Das ist direkte Demokratie“, so Tobias Jesswein.
Nur noch heute
Gemeinsam mit seinen Mitstreitern fordert er alle Vellmarer Bürger auf, sich noch zu beteiligen. Einen letzten Infostand auf dem Rathausplatz und vor EDEKA Möller gibt es am Mittwoch,13. Juli. Auch alle Unterschriftenlisten müssen bis Mittwochabend bei den Vertrauensleuten oder an den Infoständen abgegeben werden, so die Initiative.
Infos und Unterschriftenlisten unter www.Buergerbegehren-Vellmar.de
EXTRA-KURZ
Ziel der Initiative
Ziel der überparteilichen Bürgerinitiative ist es, den von der Stadtverordnetenversammlung am 6. Juni mehrheitlich gefassten Beschluss zu Sanierung des Rathauses und Neubau des Parkdecks aufzuheben, um den Weg für eine schonende Sanierung frei zu machen. Besonders das Erbbaurechts-/Mietmodell ist der Initaitive ein Dorn im Auge.


