Kassel. Im stimmungsvollen Umfeld der Kasseler Wilhelmshöhe feiert Jaguar Deutschland das 50jährige Jubiläum des Jaguar E-TYPE. Beim ADAC-Herkules-Bergpreis (18./19. Juni) tritt unter anderen Ex-Formel-1-Fahrer und Jaguar-Chefinstruktor Christian Danner auf einem Serie I-Exemplar des legendären, 1961 in Genf vorgestellten Sportwagens an.
Die auf das historische Rennen der 1920er Jahre zurückgehende Veranstaltung findet bereits zum vierten Mal statt und sie zählt längst zu den Pflichtterminen im Classic Car-Kalender. Neben dem ganz speziellen Ambiente gilt die publikumsfreundliche Konzeption als Stärke der Veranstaltung. Hier könnten Fans und Kenner die Autos und ihre Fahrer noch hautnah erleben.
Der historische Herkules Bergpreis lief zwischen 1923 und 1927 und sah so bekannte Fahrer wie den noch jungen Rudolf Caracciola, Karl Kappler, Carl Jörns und Adolf Rosenberger am Start. Seit 2005 gibt es auf einem 4,5 Kilometer langen Bergring eine Neuauflage, bei der es jedoch weniger auf Schnelligkeit denn Regelmäßigkeit ankommt. Zuletzt kamen 2009 über 60.000 Zuschauer, um die teils sehr seltenen Rennwagen und Motorräder zu bestaunen.
Der historische Herkules-Bergpreis fand zwischen 1923 und 1927 statt. Rudolf Caracciola, mit 23 Jahren noch am Beginn seiner Karriere, feierte hier auf einem 1,5-Liter-Kompressor-Mercedes zwischen 1924 und 1926 erste Erfolge. Aber auch die in den 1920er Jahren allseits bekannten Piloten Carl Jörns (Opel), Karl Kappler (Mercedes) und Adolf Rosenberger (Mercedes) trugen sich in die Siegerlisten des Kasseler Rennens ein.
Zwischen 1951 und 1954 erfuhr die Veranstaltung in Form eines reinen Motorradrennens noch einmal eine Neuauflage. Damals strömten weit über 80.000 Zuschauer auf die Höhen des Habichtswaldes oberhalb der nordhessischen Metropole.
Danach dauerte es 51 Jahre, ehe auf Initiative von Heinz W. Jordan 2005 rund 20.000 Fans kamen, um die Renaissance des Herkules Bergpreises zu erleben. Diesmal in Form einer Gleichmäßigkeitsfahrt für historische Rennwagen und Motorräder. Bei der dritten Auflage zählten die Veranstalter bereits über 60.000 Zuschauer.
Die erneut am 18. und 19. Juni diesen Jahres benutzte Strecke ist mit 4,5 Kilometer fast exakt gleich lang wie das historische Vorbild und ist erneut nicht als klassische Bergrennstrecke, sondern als Rundkurs ausgelegt. Sie nutzt zwar einen Teil des Original Parcours, umfährt aber als Konzession an die laufende Bewerbung der Wasserspiele und des Herkules zum UNESCO Welterbe den Kernbereich des Bergparks. Eine Entscheidung über die Bewerbung wird 2013 erwartet.
„Der Antrag ist kein Versuchsballon. Er wird mit größtmöglicher Wahrscheinlichkeit akzeptiert“, gibt sich Gerd Weiß, Präsident des Landeamtes für Denkmalpflege, optimistisch.
Start und Ziel befinden sich dessen ungeachtet wie gewohnt auf dem Plateau vor Schloss Wilhelmshöhe. Die Zuschauer haben zu allen Bereichen freien Eintritt. Also auch zum Fahrerlager, wo unter anderen Christian Danner, Ex-Formel-1-Fahrer, RTL-Kommentator und Chefinstruktor der Jaguar Fahrerlehrgänge, auf sie wartet. Der Münchener wird einen von gleich mehreren Jaguar E-TYPE steuern, die das Unternehmen aus Anlass des 50jährigen Geburtstags der legendären Sportwagenbaureihe nach Kassel bringt.
Jaguar ist neben Opel offizieller Sponsor des vom Kurhessischen Motorsport-Club Kassel e.V. im ADAC veranstalteten Oldtimer-Meetings.
Der Zeitplan
Samstag, 18. Juni:
8 bis 10 Uhr Fahrzeugabnahme
10.30 Uhr Fahrerbesprechung
11.00 Uhr: freies Training
– anschließend
Demonstrationsläufe
Sonntag, 19. Juni:
9 bis 16 Uhr Demonstrationsläufe
ab zirka 16 Uhr: Korso – anschließend Siegerehrung im Schlosshotel
Klasseneinteilung:
Klasse A „Ancestor“ bis 1904
Klasse B „Veteran“ 1905-1918
Klasse C „Vintage“ 1919-1930
Klasse D „Post Vintage“ 1931-1945
Klasse E „Post War“ 1946-1960
Klasse F 1961-1970
Klasse G 1971-1981




